Kilimandjaro Muskathlon: «Zwischenhalt in extremer Armut»

Februar 2022 

  

  

 

 

Von den 26 Teilnehmern des Kilimandjaro's Muskathlon konnten 23 davon nach einem negativen Covid Test am 18. Februar nach Tanzania fliegen.

 

Die ersten zwei Tage im Land wurden der Entdeckung der Armut und der Arbeit des Compassion Hilfswerk gewidmet. Am ersten Tag haben sie Armenviertel der Stadt Arusha besucht, eine Stadt (und Umgebung) von 600'000 Einwohnern. «Die Menschen (über)leben mit dreimal nichts. Keine ständige Arbeit, kein regelmässiges Einkommen, keine stabile Familiensituation, usw.», erklärt Mary, eine Mitarbeiterin von Compassion Tanzania.

 

Und trotzdem herrscht die Freude

Inmitten dieser Situation, wo das Leid auf den Gesichten der Menschen in den Gassen der Slums und vor den einfachen Häusern sichtbar ist, hört man in der Ferne Kinderlieder. Das kommt von einem der über 100 Compassion Kinderzentren in Arusha. Kaum sind die Schweizer Muskathleten aus dem Bus ausgestiegen, sind sie innert Kürze mit den Kinder in Kontakt. Zusammen wird gelacht. Die Kinder strahlen Freude aus.

 

Es ist der Tag, an welchem die Patenkinder an den Aktivitäten des Kinderzentrum teilnehmen. In Klassen, nach Alter getrennt, werden die Kinder für ein versprechendes und verantwortungsvollen Leben geschult. Die 3-6 jährigen Kinder lernen sie wie man sich von Leuten in der Nachbarschaft sich verteidigen und beschützen kann. Die 15-18 jährigen Teenies bekommen ein Input zum Thema Zeitmanagement.

 

Die Kinder haben auch Zeit um zu spielen, zu singen und zu tanzen. Sie bekommen ein gesundes Mittagessen, bevor sie am Ende des Nachmittag dann zurück nach Hause laufen.

 

Das Patenkind treffen

Am Sonntag haben mehrere Muskathlon Teilnehmer ihr Patenkind getroffen. Es gab viele Emotionen und schöne Begegnungen. Das Ehepaar Mosimann hat Joanne getroffen, ein 10 jähriges Mädchen. «Wir haben ihr Bilder von unserem Leben und der Schweiz gezeigt. Sie hat mit Hilfe einer Mitarbeiterin des Kinderzentrums von ihrer Familie erzählt.

«Aber das Schönste war zusammen zu spielen, zu zeichnen und sogar zu singen. Wir haben zusammen einen kleine Lexikon von Wörtern in unserer Sprache und Swazili entwickelt. Wir freuen uns, dass wir im Rahmen der Patenschaft, regelmässig ihr schreiben können, so dass wir weiterhin sie ermutigen können.»

 

Für Andi Wolf, von Obfelden, war dieser Tag auch einen oder sogar gleich der Höhepunkt: «Dieser Tag hat mich tief bewegt. Zu sehen, dass das Leben dieser Kinder durch einen so kleinen Einsatz von uns geändert werden kann, ist einfach aufstellend. Deswegen organisieren wir den Muskathlon. Ich habe schon lange nicht mehr so viele Tränen vergossen. Was für einen Moment!»

 

Am Montag geht es los Richtung Kilimandjaro. Die Teilnehmer bekamen ein Briefing der Bergführer und haben ihr Gepäck nochmals aus- und wieder eingepackt, bevor sie eine letzte Nacht in einem Bett schlafen dürfen. Die nächste Nacht werden sie auf 3200 Meter in einem Zelt verbringen.